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Wärmepumpe Markt
Wärmepumpenmarkt - Infomationen für den Konsumenten und Bauherren

Tipps & Rat für die Wahl Deiner Energiesparheizung

Folgende Aspekte solltest Du bei der Wahl Deiner Ökoheizung mit Wärmepumpe beachten.

  • Dämmung

Auch Heizungssysteme mit Wärmepumpe arbeiten nur dann wirtschaftlich, wenn das Haus gut gedämmt ist. Plane beim Hausbau oder bei der Modernisierung eine gute Dämmung ein. Sie sollte mindestens der Energieeinsparverordnung EnEV entsprechen.

  • Heizung

Sorge für ausreichend große Heizflächen (z.B. durch große Radiatoren oder Fussbodenheizung). Je größer die Wärmeabstrahlfläche umso niedriger muss die Temperatur des Heizwassers (Vorlauftemperatur) sein. Je höher die Vorlauftemperatur der Heizung, umso mehr Energie / Strom wird verbraucht. Bei niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitet eine Wärmepumpe nicht permanent an Ihrer Leistungsgrenze und läuft so im effizienten Bereich.

Es gibt verschiedene Wärmepumpentypen, so z.B. Sole/Wasser, Wasser/Wasser und Luft/Wasser. Die Bezeichnung zeigt vereinfacht, aus welchem Medium die nutzbare Wärme entzogen und wo sie gespeichert wird. Modelle vom Typ Sole/Wasser speichern Erdwärme in Sole (eine Glykol-Lösung), welche durch die Erdkollektoren fließt und geben sie an das Wasser im Heizkreislauf bzw. im Warmwasserspeicher ab. Wärmepumpen vom Typ Wasser/Wasser entziehen die Wärme dem Grundwasser. Wärmepumpen vom Typ Luft/Wasser entziehen Wärme aus der Außenluft und geben sie an den Heizkreislauf ab.

  • Erdkollektoren

Erdkollektoren sammeln die Wärme über ein flächendeckend verlegtes Leitungsnetz. Das Netz sollte etwa 1,5 bis 2 mal so groß wie die beheizte Wohnfläche sein. Pro Quadratmeter liefert der Boden 15 bis 40 Watt. Verlegen Sie die Erdkollektoren etwa 1 bis 1,5 Meter tief. Wählen Sie dafür freie Flächen, die von der Sonne aufgeheizt werden. Je feuchter der Boden, desto besser die Wärmeübertragung. Überbaute Erdkollektoren liefern weniger Energie.

  • Erdsonden

Erdsonden sparen Platz. Sie holen die Energie aus der Tiefe. Die Sonden reichen bis zu 100 Meter tief in den Boden. Im Durchschnitt erhält man zwischen 30 bis 50 Watt Wärmeleistung pro Meter Tiefe. Erdsonden lassen sich aber nur an Stellen einbringen, die durch das Bohrfahrzeug erreichbar sind.

  • Klimaschutz

Wärmepumpen sind ein Beitrag zum Klimaschutz. Sie reduzieren den Ausstoß von Kohlendioxid im Vergleich zur Gas- oder Ölheizung um bis zu 30 Prozent. Das gilt aber nur für gut geplante Anlagen. In einem schlecht gedämmten Haus oder mit alter Radiatorheizung wäre die Wärmepumpe ein Klimakiller.

  • Kältemittel

Kältemittel waren früher als Ozonkiller bekannt. Das gilt für die Generation der Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) und halogenierten Kohlenwasserstoffe (Halone). Moderne Wärmepumpen arbeiten dagegen mit Ozon-neutralem Kältemittel. Allerdings verstärken Kältemittel den Treibhauseffekt - 1.500 Mal stärker als Kohlendioxid. Kältemittel dürfen nicht in die Atmosphäre gelangen. Sie müssen fachgerecht entsorgt oder recycelt werden.

  • Ökostrom

Betreibe die Wärmepumpe mit ökologisch erzeugtem Strom. Strom aus erneuerbaren Energiequellen oder Kraft-Wärme-Kopplung schont die Umwelt.

  • Planung

Plane den Einbau der Wärmepumpe schon beim Hausbau oder vor einer Modernisierung. Das Verlegen der Erdkollektoren ist aufwändig. Bestehende Gärten können stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

  • Pflanzen

Erdkollektoren und Erdsonden entziehen dem Boden Wärme. Tief wurzelnde Pflanzen können unter dem Wärmeverlust leiden. Mache deshalb einen Bogen um besonders empfindliche Pflanzen oder stimme Deinen Garten auf das Wärmefeld der Pflanzen ab.

  • Grundwasser

Prüfe, ob Du das Grundwasser als Wärmequelle anzapfen kannst. Das ist besonders effizient.

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  • Rabatte

Nutze die Rabatte der Stromanbieter. Einige Konzerne bieten Spezialtarife für die Betreiber von Wärmepumpen an. Erkundige Dich nach solchen Angeboten.

  • Sonnenenergie

Kombiniere die Wärmepumpe mit Sonnenkollektoren zur Warmwasserbereitung. Dann brauchst Du die Wärmepumpe nur im Winter. Das spart Strom. Sonnenkollektoren liefern warmes Wasser günstiger als Wärmepumpen.

  • Förderung

Bund und Länder fördern den Einbau von Wärmepumpen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW gewährt günstige Darlehen. Erkundige Dich nach solchen Angeboten.

Behaglich wohnen

  • Küche oder Keller

Du musst die Wärmepumpe nicht im Keller verstecken. Moderne Geräte passen gut in Küche oder Bad. Wähle dafür aber ein geräuscharmes Gerät.

  • Lautstärke

Der Kompressor der Wärmepumpe brummt leise vor sich hin. Wie ein Gefrierschrank etwa. Berücksichtige das bei der Aufstellung. Stelle die Wärmepumpe nicht gerade an die Schlafzimmerwand.

  • Kühlen

Wärmepumpen können auch kühlen. Wesentlich günstiger als eine Klimaanlage. Die Wärmepumpe muss allerdings darauf ausgelegt sein. Einige Modelle sind in Komfortausführung mit Kühlfunktion zu haben. Wähle eine Wärmepumpe mit aktiver oder passiver Kühlfunktion, wenn Dein Gerät auch kühlen soll. Erdsonden sind für den Kühlbetrieb besser geeignet als Erdkollektoren.

  • Legionellen

Heize den Warmwasserspeicher einmal in der Woche auf 60 bis 65 Grad Celsius auf. Das schützt vor Legionellen. Die meisten Geräte bieten Automatikprogramme dafür. Drehe die Temperatur aber nicht permanent so hoch. Die Wärmepumpe verbraucht sonst sehr viel Strom und arbeitet nicht mehr effizient.

 

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